Treue Begleiter
Zwar kann der Mensch auch alleine jagen, aber das
ritterliche Vergnügen besteht ja gerade darin, dass man die Jagd zu einer
Kunstform mit allerlei eigenen Regeln und Gesetzen gemacht hat. Außerdem
kann man sich bei dem gesellschaftlichen Ereignis Jagd auch gut mit seinen
Prestigeobjekten ins rechte Licht rücken. |
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Hunde
Gute Jagdhunde sind der Stolz des ritterlichen Zwingers. Ein Ritter, der
gute Jagdhunde besitzt, hat ein großes Prestige. Hunde können oft als
Preise auf Turnieren gewonnen werden, ansonsten müssen sie sorgsam gezüchtet
und trainiert werden, um einen guten Jagdhund abzugeben.
Es gibt verschiedene Arten von Jagdhunden für verschiedene Arten zu
jagen:
Jagdhunde, die vor allem nach Sicht jagen und für Eber- oder Bärenhatz
eingesetzt werden,
Schweißhunde, die vor der Jagd überhaupt erst einmal eine Fährte
erschnuppern,
Bracken, die, nachdem sie eine Spur aufgenommen haben, ihr den ganzen Tag
folgen können und zur Treibjagd eingesetzt werden, und
Stöberhunde, die in Dickungen oder im Schilf Wild aufspüren und
aufschrecken und vor allem für die Falkenjagd benutzt werden.
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Falken
Die Falknerei ist ein königlicher Sport und es gibt genaue Regeln, an
die man sich zu halten hat.
Ein Ritter, der einen Falken - oder gar mehrere - hat, besitzt großes
Prestige. Falken können oft auch als Preise auf Turnieren gewonnen werden,
ansonsten müssen sie von Falknern als Nestlinge gefangen und trainiert
werden, um einen guten Jagdvogel abzugeben.
Üblicherweise gilt die Regel:
Ein Adler, ein Geier und ein Milan für einen Kaiser,
ein Gerfalken für einen König,
ein Wanderfalken für einen Fürsten, einen Herzog, einen Graf und einen
Baron,
ein Würgfalken für einen Ritter,
ein Lannerfalke für einen Knappen,
ein Zwergfalken für eine Lady,
ein Baumfalke für einen Jüngling,
ein Hühnerhabicht für einen Freisassen
und ein Männchen für den Armen,
ein Finkenhabicht für einen Priester,
ein Sperber für einen Küster,
ein Turmfalken für einen Pagen. |
Jagdwild
Jagd wird auf fast jedes Tier, das in der Wildnis
vorkommt, gemacht. Je nach Tierart muss und wird jedoch anders gejagt. Man
unterscheidet zwischen der klassischen Jagd, der Treibjagd, der Hundejagd
und der Falkenjagd.
Die klassische Jagd bedeutet für den Jäger sich auf die Lauer zu legen
und zu warten, dass seine Beute zu ihm kommt, um sie dann mit einer
Fernwaffe zur Strecke zu bringen.
Bei der Treibjagd wird ein Gebiet eingekesselt und von der einen Seite
treiben die Treiber durch lautes Rufen und anderen Krach das Wild in die
andere Richtung, in der die Jäger warten.
Bei der Hundejagd nimmt eine Meute die Spur eines Beutetieres auf und die
Jäger verfolgen ihr Wild über längere Zeit durch die Wildnis.
Die Falkenjagd überlässt die "Arbeit" dem edlen Vogel.
Jagdbares Wild wird aufgestöbert und dann wird der Vogel fliegen
gelassen. |
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Hirsch
Die Hirsche in ganz Mitteleuropa verbreitet und erreicht eine Schulterhöhe von 1,50
m und ein Gewicht von 300 kg.
Kennzeichnend ist das Geweih, verzweigte Stangen, die jedes Jahr abgeworfen werden und anschließend nachwachsen.
Der Hirsch
ist Gegenstand der klassischen und der Treibjagd.
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Hirschkuh
Rotwild ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und erreicht eine Schulterhöhe von 1,50
m und ein Gewicht von 300 kg.
Die Hirschkühe, teilweise auch als Hindin oder Hinde bezeichnet, leben in größeren oder kleineren Rudeln, die einem meist älteren, aber noch gebärfähigen Tier folgen.
In der griechischen Mythologie war die Hirschkuh der Jagdgöttin Artemis heilig.
Das Rotwild ist Gegenstand der klassischen und der Treibjagd.
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Bär
Der Bär, in Europa eigentlich der Braunbär, erreicht eine Schulterhöhe
von rund 90 bis 150 cm. Sein Gesichtssinn ist unterentwickelt, sein
Gehörsinn ist durchschnittlich ausgeprägt, sein Geruchssinn hingegen sehr gut.
Als eines der größten an Land lebenden Raubtiere der Erde spielt er in zahlreichen Mythen und Sagen eine wichtige
Rolle. Meister Petz gilt als gutmütig und mächtig, aber ein bisschen
langsam.
Eine beliebte Unterhaltung ist, einem Bären und einem Auerochsen oder
Bullen in einer Arena beim Kampf zu zuschauen.
Der Bär
ist Gegenstand der klassischen und der Treibjagd.
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Wildschwein
Schwarzwild erreicht eine Länge von 140 bis 150 cm und ein
Gewicht zwischen 80 und 90 kg.
Wildschweine leben meist in Mutterfamilien, den sogenannten Rotten zusammen.
Keiler leben oft einzelgängerisch.
Ein starker, älterer Keiler ab dem fünften oder sechsten Lebensjahr wird als Basse bezeichnet. Das weibliche Tier heißt Bache,
die Jungtiere nennt man von der Geburt bis zum darauffolgenden 31. März
Frischling, danach Überläufer. Die Eckzähne des Keilers werden als Gewaff bezeichnet.
Die Eckzähne im Oberkiefer heißen Haderer, die im Unterkiefer nennt man Gewehre.
Das Wildschwein
ist Gegenstand der klassischen und der Treibjagd.
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Auerochse
Der Auerochse oder Ur erreicht eine Schulterhöhe von 1,75 bis 1,88
m bei den Bullen und ein Gewicht von bis zu einer Tonne. Die Tiere leben in
Herden zusammen, die von einem Bullen geführt werden. Die beeindruckenden Hörner
wurden bis zu 80 cm lang.
Eine beliebte Unterhaltung ist, einem Auerochsen oder Bullen und einem
Bären in einer Arena beim Kampf zu zuschauen.
Der Auerochse ist Gegenstand der klassischen und der Treibjagd.
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Wolf
Der Wolf erreichte eine Schulterhöhe von etwa 80 cm und ein Gewicht
bis zu 80 kg.
Die normale Sozialordnung des Wolfes ist das Rudel, das im Regelfall aus einem Elternpaar und
deren Nachkommen besteht.
Besonders die Sachsen verehren und fürchten den Wolf; es gibt zahlreiche
Sagen und Märchen über Werwölfe oder Wolfskinder. Ihr Göttervater Odin
wird von zwei Wölfen begleitet, die als streitlustige und tapfere Tiere den
Kampf verfolgen und sich auf die gefallenen Leichen stürzen. Und der
Fenriswolf wird, wieder frei, das Weltenende einläuten und den Mond
verschlingen. Meister Isegrimm gilt als böse.
Der Wolf
ist Gegenstand der klassischen und der Treibjagd.
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Fuchs
Der Fuchs ist etwa 75 cm lang zusätzlich zu dem 40 cm langen,
buschigen Schwanz. Er erreicht eine Schulterhöhe von 40 cm und ein Gewicht
von etwa 7-9 kg.
In der Jägersprache wird der weibliche Fuchs Fähe und der männliche Rüde genannt.
Jungtiere nennt man Welpen, Junge eines Wurfs werden als Geheck bezeichnet.
In der Fabel hat Meister Reinecke seit den Zeiten des Äsop den Ruf, schlau und listig zu sein.
Der Fuchs
ist Gegenstand der klassischen, der Treib- und der Hundejagd.
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Otter
Der Otter lebt sowohl an Land als auch im Wasser und hat kurze Beine mit Schwimmhäuten zwischen den
Zehen. Otter werden bis zu einen Meter lang und können 22 bis 45 kg wiegen.
Sie besitzen einen wundervollen Pelz mit mehr als 1,000 Haaren pro mm².
Der Otter
ist Gegenstand der klassischen, der Treib- und der Hundejagd.
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Hase
Der Hase wird etwa 60 bis 70 cm lang und bei einer mittleren Körpermasse vier bis fünf
kg schwer. Auffallend sind die sehr langen Ohren, die Löffel genannt werden.
Der Hase ist meistens ein Einzelgänger, der sich tagsüber in Hecken, Strauchwerk,
Wald auch in hohem Gras verborgen hält. Der Hase liegt immer in einer Mulde (Sasse) mit dem Kopf
gegen den Wind.
Die letzte Jagd, Mitte Januar vor der Paarungszeit, wird Hasensilvester genannt.
Dieses Ereignis wird unter den Jägern gerne gefeiert. Meister Lampe gilt
als ängstlich.
Der Hase
ist Gegenstand der klassischen, der Treib- und der Hundejagd.
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Vögel
Zum Wildgeflügel gehören sehr, sehr viele Vogelarten: Im Wasser findet
man das Blesshuhn, den Kormoran, den Brachvogel, die Wildente, die Wildgans,
den Löffelreiher, den Schwan und die Pfeifente, an Ufern zusätzlich noch
die Möwe, den Regenpfeifer und die Schnepfe und in Marschen außerdem noch
die Rohrdommel, den Kranich, den Fischreiher, das Teichhuhn und den Storch.
Im Wald findet man die Krähe, den Auerhahn, die Elster, den Fasan, den Star
und die Waldschnepfe.
Im offenen Gelände und in besiedelten Gebieten findet man die Trappe, den
Kranich, das Moorhuhn, die Lärche, die Elster, den Fasan, den Star, die
Krähe und das Rebhuhn.
Gabelweihe, Taube und Drossel sind eigentlich überall zu finden.
Meister Adebar , der Storch gilt als stolz, Adelheid, die Gans als geschwätzig,
Meister Lütke, der Kranich als bürokratisch und Tybbke, die Ente als dumm.
All diese Vögel sind Gegenstand der Falkenjagd.
Wildgans, Wildente und Taube sind auch Gegenstand der Treibjagd.
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