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20. Januar 1923 Der Orient-Express läuft im Mailänder Bahnhof ein, der sich im Umbau befindet. Signorina Cavollaro hat ein Hotel in der Passage zwischen Dom und Scala reservieren lassen und man wählt ein Taxi dorthin. Als sich Mr. Twining und Don Ricardo im Hotel persönlich bei Signorina Cavollaro bedanken wollen, wird ihnen mitgeteilt, dass sie dort nie eingecheckt habe. Ihre Zofe erzählt besorgt, dass die Signorina am Bahnhof von einem großen, auf sie italienisch wirkenden Herren mit einer Limousine abgeholt worden sei und seitdem hat sie nichts von der Signorina gehört. Gemeinsam statten alle der Signorina Trappatoni née Perucchi einen Besuch ab und werden zum Mittagessen eingeladen. Durch Zufall bemerkt ein angespannt wirkender Mr. Twining in Sergio Trappatonis Arbeitszimmer auf einem Löschpapierstempel die Worte „Sedefkar“, „der Hautlose“ und „Schriftrolle des Kopfes“. Sergio war laut seiner Gattin zuvor für etwa eine Woche auf dem Land in Behandlung seiner Kriegsverletzung – auf Anraten des Stofffabrikanten Faccia hin, der zudem wohl in letzter Zeit relativ viel mit Sergio zusammengearbeitet hat. Viscount Eversley und Graf Nikolaij verbleiben in der Bibliothek der Perucchis um sich dort näher umzusehen. Lord Finley sowie Dr. Clemensen suchen die hiesige Niederlassung von Thomas Cooke auf und lesen über einen ungewöhnlichen Mordfall in der Londoner Bibliothek. Mr. Tattridge hat sich der Angelegenheit angenommen und seine Suche nach Makryat fortgesetzt. Der aktuelle Stand der Dinge wird ihm per Brief aufgesetzt. Artikel in der Times:
Mr. Twining, Signor Perucchi, Don Ricardo sowie Herr Denbacher treffen sich im Hotel, um die Zofe vorsichtig näher zu befragen – erhalten jedoch keine weiteren Hinweise, außer einer Liste von nahen Freunden der Signorina. Sie begeben sich zur Scala um dort den Direktor zu befragen und mit ihrer Zweitbesetzung zu sprechen. Der Türsteher kann allerdings erst durch die Kooperation von Signor Perucchi und Herrn Denbacher dazu bewegt werden, sie einzulassen. Innerhalb des weitläufigen und verwinkelten Gebäudes ist es insbesondere hinter der Bühne verwirrend.
Während der Proben weist man der Gruppe den Weg zur Kostümschneiderei, in
der sich der Direktor derzeit aufhalten soll. Kurz vor dem Eingang zu dieser fällt eine offene Tür zum Dach auf – dann bittet die Kostümbildnerin Signora Visconti auch schon alle herein. Sie selbst hält es für unwahrscheinlich, dass die Zweitbesetzung hinter dem Verschwinden der Signorina steckt. Sie berichtet aber von einem seltsamen Aberglauben, nach dem ein Fluch auf den Kostümbildnern der Scala liegt – welcher nun auf die Bühne gewandert zu sein scheint. Auf Nachfragen von Herrn Denbacher erzählt sie von einem Schneiderpuppentorso der in der Vorstellung als Rüstungsständer der Aida dienen soll. Weder gelingt es, den Direktor zu sprechen, noch Zugang zur Bühne selbst zu erhalten – so hinterlassen sie eine Nachricht an ihn bezüglich eines kurzen Treffens und gehen zurück zum Hotel um sich zu besprechen. |
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21. Januar 1923 Nach einer eher unbequemen Nacht befinden sich Lord Finley und Dr. Clemensen bei dem noch immer ohnmächtigen Sergio Trappatoni im ursprünglichen Hotelzimmer. Viscount Eversley und Graf Nikolaij haben sich mit dem Arm sowie dem Torso und der Schriftrollenübersetzung in ein anderes, nahegelegenes Hotel zurückgezogen. Mr. Twining, Signor Perucchi, Don Ricardo und Herr Denbacher brechen zu dem von Isabella Trappatoni erwähnten Lagerhaus auf. Während Mr. Twining und Herr Denbacher jeweils an einem Ende der vorbeiführenden Strasse „Schmiere“ stehen, klettert Don Ricardo auf den bereits in der Nacht zuvor von Signora Trappatoni so erfolgreich genutzten Baum und kann ihre Beobachtungen der alten Frau bestätigen. Zudem erscheint sie ihm wie eine nahe Verwandte von Signorina Cavollaro – oder gar nach einer in der gestrigen Nacht von Dr. Clemensen geäußerten Befürchtung um diese selbst, nur stark gealtert. Herr Denbacher bugsiert den Wagen rückwärts vor die Halle in der die alte Frau gefangen gehalten wird – während die drei anderen in das Haus gehen. Sie finden die Gefangene – doch ein einzelner Mann will ihr in diesem Moment etwas zu Essen bringen. Sie versuchen, ihn zu überwältigen – als ein anderer den wartenden Wagen und Denbacher draußen entdeckt und dieser per Hupe Alarm gibt. Im folgenden Getümmel im Haus greifen mehrere Männer mit Krummdolchen an und Don Ricardo wird verwundet. Einer der Angreifer machte laut Mr. Twining seltsame Gesten mit den Händen bevor er niedergeschossen wurde. Als sie letztlich alle mit der Gefangenen im Wagen fliehen folgt ihnen aus der Lagerhalle ein grausliches, großes Wesen mit vier Armen welches wie aus Leichenteilen zusammengenäht scheint und auf das Kugeln wenig Wirkung zeigen. Mr. Twining und Signor Perucchi begeben sich mit der Gefangenen die sich tatsächlich als Signorina Cavollaro zu erkennen gibt zu einem Anwesen von Bekannten der Perucchis und verbarrikadieren sich dort. Lord Finley, Don Ricardo und Herr Denbacher begeben sich leicht verkleidet in die Scala und tauschen ihre Karten gegen andere Plätze – und die „Aida“ beginnt. Wie zuvor von der Requisiteurin erzählte singen fast alle der festlich gekleideten Gäste mit- als sich die klar erkennbare Stimme von Signorina Cavollaro hinzugesellt. Don Ricardo erkennt deren Ursprung – einen gesetzten Herren in einer der Logen. Diese belauschend vernimmt er in einer späteren Pause das Gespräch mehrerer Personen auf italienisch und die Worte „Simulacrum“, „Cavollaro“ sowie „Stimme... Frau... zurück!“. Im ursprünglichen Hotel erwacht Sergio und deriliert, er redet von einer Schuld die er begleichen muss, vom Teufel, vom Simulacrum und was es sei – und dass er wisse, was die Bruderschaft der Haut ist. Dem Sänger aus der Scala verfolgen die drei Scala-Besucher zu Signor Faccias Anwesen – dort steigen dieser und mehrere Bewaffnete in ein anderes Auto und fahren gefolgt von einem großen Lieferwagen zum Anwesen. Es gelingt den Dreien, Faccias Gruppe zu überholen und die anderen zu warnen und sich noch mehr zu verbarrikadieren als Faccia eintrifft. Im folgenden Feuergefecht mit Faccias' Handlangern steigen zwei der riesigen Kreaturen aus dem Lieferwagen und nähern sich unaufhaltsam... - als sich Wolken vor den Mond schieben und ein irgendwie grünlich scheinender Nebel sich ausbreitet. In der Dunkelheit kann man die Schreie von Sterbenden und Verletzten vernehmen – dann schwinden die Wolken und es offenbart sich der Blick auf ein regelrechtes Schlachtfeld mit nur wenigen Überlebenden. Ein paar der Angreifer einschließlich der beiden Kreaturen wurden regelrecht zerrissen. Signorina Cavollaro eilt heraus und stürzt sich auf Faccia und ruft, sie wolle ihre Stimme wieder haben – einer seiner Handlanger stößt sie beiseite und sie können nach einer vergeblichen Verfolgungsjagd entkommen. Man begibt sich im Hotel nach der Versorgung der erlittenen Verletzungen zur Ruhe und teilt Wachen ein. |
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22. Januar 1923 Die Nachrichten am nächsten Morgen berichten neben der „Schiesserei“ auch vom Tod des Signor Faccia welcher in der letzten Nacht unter noch ungeklärten Umständen auf dem Dach des Doms verschieden ist und dort gefunden wurde – nachdem er während der Vorstellung der „Aida“ hinter der Bühne verschwunden sein soll. Signorina Cavollaro erinnert sich wieder – unter anderem daran, dass sie von Faccia vom Bahnhof abgeholt worden ist und als er sie berührt hat – wurde sie alt. Dann habe er in sie gegriffen und ihr etwas aus dem Hals und der Lunge genommen und ihr seine gegeben. Sie wird bei der Familie Trappatoni unterkommen. Man beschließt, zumindest so lange in Mailand zuzubringen bis Sergio genesen ist und die eigenen Wunden besser verheilt sind. |
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| Man verbringt noch zwei Wochen in Mailand um die Wunden zupflegen und weitere Nachforschungen anzustellen. | |