www.Kulturschnitte.de
|
Das Seelentier von Morgen. |
Morgen
Der Druide Morgen ist bei seinem Meister im Wald aufgewachsen. Er
scheint als kleiner Junge zu ihm gekommen zu sein, denn es gibt immer noch
Erinnerungen an ein "anderes Leben" in ihm. |
| Mit der Zeit erlernte Morgen auch das magische Handwerk von seinem Meister. Er fühlte sich allerdings - im Gegensatz zu seinem Meister, der danach trachtete den menschlichen Geist zu beherrschen, - von den Formeln, mit denen man die Natur formen, zähmen und beherrschen konnte, angezogen. Und auch das Beschwören von Dschinns fand er großartig! Nicht nur, dass die beschworenen Kreaturen zwar fremdartig, aber freundlich und zum Teil sogar lehrreich waren, sie halfen unglaublich, mit der lästigen Nahrungsbeschaffung und Hausarbeit fertig zu werden, die nun komplett in Morgens Ressort fiel. | |
|
Nicht weit weg vom Wald, in dem die
Dolmenhöhle des Meisters lag, befand sich auch ein Weiler. Die Menschen
hier fürchteten den Druiden, aber wanden sich auch immer wieder in Notlagen
an ihn. Zuerst hatte sich Morgen immer versteckt, wenn ein Fremder erschien,
und auch später ging er ihnen eher aus dem Weg. Zwar faszinierten sie ihn, aber er konnte sie einfach nicht verstehen. Die Regeln, nach denen ihre Gesellschaft funktionierte, war so völlig anderes und ungleich komplexer als die Rudelregeln, die er in der Natur studiert hatte. Als er größer geworden war, schlich er häufig zum Weiler und beobachtete sie. Dabei kämpften immer stärker zwei Gefühle in seiner Brust: Er verachtete sie wegen ihrer Unwissenheit und Machtlosigkeit - genau wie sein Meister, aber gleichzeitig wollte er irgendwie bei ihnen sein, ihre Fröhlichkeit teilen, mit ihnen lachen und sie trösten und ihnen beistehen, wenn sie in Schwierigkeiten waren. Wenn das erste Gefühl überwog waren seine Nächte ruhig und still, überwog jedoch das andere Gefühl, dann plagten ihn seine Alpträume. |
|
| Inzwischen war aus
Morgen ein junger Mann geworden. In einem Frühling fand er einen
Fuchswelpen, der ein Bein gebrochen hatte. Er hatte bereits seinen
Vulkanglasdolch gezogen, um das Wesen zu töten, als das kleine Wesen sich
mit einem kläglichen Winseln an seine Hand schmiegte. Da vermöchte der
junge Druide es nicht mehr das kleine Wesen zu töten und nahm ihn mit, um
ihn wieder gesund zu pflegen und im Herbst wieder zurück in den Wald zu
schicken. Im Angedenken an den Hasen, seinen Freund aus Kindertagen, ließ er ihn in einem Bau in der Nähe der Dolmenhöhle und ließ ihn nie in die Nähe seines Meisters. Dieser jedoch schickte ihn wenig später mit ein wenig Geld in der Tasche nach Baliho los, um auf der Warenschau einige alchimistische Inkredenzien zu besorgen. |
|
Morgen hat immer
wieder Träume, die wahrscheinlich seine
Vergangenheit vor dem Meister beleuchten:
|
|