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Von wann sind die?
1. Spruch: Von der Zweiheit der göttlichen Ungaben
Zweimal, nicht einmal wird der Zwist der Zwillingsbrüder offenbar, und der Geber der Gestalt unterliegt, damit der Nehmer der Welt unterliegen muss.
Siehe dazu auch OF 5.4, die Deutung ist aber unklar; es geht um Zwillinge, die sich streiten, aber worum? Und was soll "Geber der Gestalt" und "Nehmer der Welt" bedeuten? Könnte der "Nehmer der Welt" jemand sein, der Dere erobern will? Ist der "Geber der Gestalt" jemand, der erschafft? Ein Künstler, Erfinder oder gar ein Magus, der sich der Chimärologie verschrieben hat?
Nach den furchtbaren Dingen, die uns Ihre
Hochwürden Lovenia Pitlian berichtet hat, ist ER tatsächlich der
Zwilling von Rohal. Wenn sich der Vers
also auf diese beiden bezieht, wäre Rohal der "Geber der Gestalt" und
ER der "Nehmer der Welt". Doch an diese Deutung mag ich nicht glauben,
denn das würde bedeuten, dass Rohal zwar wieder erscheint - Möge die
Göttliche Schlage geben, dass das stimmt! Wir brauchen so viel Weisheit
dringend! - aber auch, dass er unterliegt. Und das kann ich einfach
nicht glauben! Andersherum macht der Vers aber überhaupt gar keinen
Sinn; wieso sollte man IHN als "Geber der Gestalt"
bezeichnen? Auf der anderen Seite: warum sollte man Rohal "Geber der Gestalt"
nennen?
Vermutlich ist es etwas, das wir in der Tat noch nicht deuten können.
Welche anderen Zwillinge liegen im Zwist? Was ist die Zweiheit der göttlichen Ungaben, was ist überhaupt eine Ungabe?
Zweimal, nicht einmal werden die tumben Söhne Ogerons dem Kreuz des Nordens folgen.
Hier ist die Deutung eindeutig: die tumben Söhne Ogerons sind die Oger; das "Kreuz des Nordens" ist eine besondere Sternenkonstellation. Gemint ist also der Ogerzug. Der erste fand vor langer Zeit statt, als hundert Oger Gareth zerstörten, der zweite um 10 Hal, als Magister Galotta mithilfe einer günstigen Sternkonstellation (eben jenem "Kreuz des Nordens") 1000 Oger auf Gareth marschieren ließ, die jedoch aufgehalten werden konnten, aber Ysilia fast völlig zerstörten. Daraus ergibt sich die Frage, ob auch beim ersten Ogerzug die Oger als Waffe benutzt wurden.
Ich denke, hier hat Herr von Honingen
sicherlich Recht.
WANN war denn der erste Ogerzug? Wenn sich die Sprüche allerdings auf die Gegenwart beziehen, sollte es einen
aktuellen, zweiten Ogerzug geben?
Zweimal, nicht einmal werden die Botschafter von Ordnung und Einheit zweiteilen Ordnung und Einheit.
Dies ist nicht so eindeutig, aber die Beschreibung lässt mich an die Spaltung der Praioskirche denken. Die "Botschafter" wären dann die Boten des Lichts. In der Geschichte gab es zwei Kirchenspaltung: Die erste fand unter den Lichtboten Helius und Gurvan etwa 600 vor Hal statt, die zweite aktuell. Sowohl Jariel als auch Hilberian beanspruchen Vertreter Praios’ in der Dritten Sphäre zu sein.
Ich denke, hier hat Herr von Honingen
sicherlich auch Recht.
Ein Schisma, in der Tat. Aber könnte nicht auch eine Art „Unruhestiften“ von Ordungshütern gemeint sein?
Zweimal, nicht einmal werden die Legionen des Roten Mondes vor das Haus der gelben Sonne treten.
Auch hier ist die Deutung nicht eindeutig, aber vermutlich sind mit den "Legionen des Roten Mondes" die Orks gemeint, denn der Rote Mond ist das Symbol des orkischen Blutgottes Tairach. Das "Haus der gelben Sonne" würde ich mit Praios in Verbindung bringen. Es könnte das Kaiserhaus, das ja überaus praoistreu ist, sein oder gar die Stadt des Lichts selbst. Hier ist meiner Meinung nach der Orkensturm gemeint. Es gab bisher zwei große Orkkriege: den ersten um 390 vor Hal und den zweiten 18 Hal, siehe dazu auch OF 1.3..
Ich denke, hier hat Herr von Honingen
sicherlich auch Recht.
Mmm, siehe dazu Anmerkung 1.2..
Zweimal, nicht einmal wird der Rabe nach dem Thron des Herren über Zwölf greifen.
Mit dem Raben könnte hier einerseits Answin von Rabenmund gemeint, der sich 17 Hal zum Kaiser des Mittelreichs, also der sogenannten "zwölfgöttlichen Lande" aufschwang, aber wieder gestürzt und exiliert wurde. Doch der ist sicher auf Rulat exiliert und wird kaum einen zweiten Versuch unternehmen können den Thron zu erlangen. Zum anderen könnte auch der Khomkrieg gemeint sein, in dem die Al'Anfaner mit dem Ziel ausrückten, mit militärischer Macht genug Einfluss im Norden zu bekommen, um Boron zum Obersten der Zwölfgötter zu erheben. Die Novadis glauben das Rastullah Herrscher über die Zwölfgötter ist. Dann greift der Rabe (also
Al'Anfa) nach dem Thron Rastullahs, dem Kalifat. Dies ist jedoch bisher auch nur einmal geschehen.
Ich finde beide Erklärungsversuche von
Herrn von Honingen nicht überzeugend, aber
ich habe auch keine anderen Ideen.
Rabe=Boron=Tod, der Tod eines Herrschers?
2. Spruch: Von Drachen und Kaisern
Wenn sich Drachenblut mit Menschenblut auf einem Berg von Gold verbindet.
Die Deutung, dass ein Held gegen einen Drachen in seinem Hort kämpft, liegt hier geradezu auf der Hand.
Ich denke, hier hat Herr von Honingen
sicherlich auch Recht. Allerdings mag ich nicht recht an diese einfache
Deutung glauben. - Ein so
deutlicher Vers?
Eine Chimäre? Eine Beschwörung?
Nun, ein "verbinden von Blut" mag noch ganz andere Ursachen haben - ein Halbblut, entsprungen aus der Verbindung aus Drache und Mensch - aber ist so etwas
überhaupt möglich?
Wenn sich wegen des Schicksals der Zwillingskaiser nicht erfüllen kann das Schicksal der Kaiserzwillinge.
Hier ist die Deutung unklar. Die Kaiserzwillinge könnten natürlich Prinzessin Rohalja und Prinzessin Yppolitta sein. Doch was sollte das Schicksal für sie bereit halten? Prinzessin Rohalja wird eines Tages ihrem Vater auf den Thron folgen, und ihre Schwester Yppolitta wird einen Großen des Reichs heiraten und ihrer Schwester eine treue Untertanin sein. Die Zwillingskaiser waren Cella und Bardo von Gareth; doch deren Schicksal ist bestimmt erfüllt. Sie sind seit 18 v.H. tot.
Hier stimme ich Herrn von Honingen zu: wir
wissen nichts.
War Rohal Kaiser? Wie sind die Kaiserzwillinge Cella und Bardo
gestorben, beim Orkkrieg?
Wenn der alte Elfenkönig und der neue Elfenkönig mit Schiff und Ross heimgekehrt und bewiesen, dass der Elfenkönig nimmermehr wahr.
Dies wird in der Phileasson-Saga der Thorwaler beschrieben: der "alte Elfenkönig" Fenvarien wird befreit und kehrt auch als "neuer Elfenkönig" zurück. Doch die Elfen haben inzwischen erkannt, dass die Königsernennung Teil ihres Unglücks ist und so wird das Amt des Elfenkönigs aufgehoben. Auch wenn Phileasson Foggwulf zur Zeit nicht in Thorwal weilt, gibt es jede Menge Skalden, die das Lied zum besten geben können.
Ich denke, hier hat Herr von Honingen
sicherlich auch Recht; er kennt die Lieder der Skalden besser als wir -
immerhin lebt er in Thorwal.
Klingt auf jeden Fall schlüssig.
Wenn der alte Kaiser dem neuen Kaiser nachfolgt.
17 Hal hat sich die Königin des Lieblichen Feldes, des Alten Reichs, Amene III., zur
Horas, also zur Kaiserin ausrufen lassen; sie ist damit "alter Kaiser" im Sinne der Kaiserin des alten Reiches. Im Mittelreich, dem Neuen Reich regierte zu dieser Zeit natürlich bereits der Kaiser des neuen Reiches, welcher hier der "neue Kaiser" wäre. Amene folgt Hal also in ihrer eigenen Ausrufung zur Kaiserin.
Das scheint mir keinen rechten Sinn zu machen.
Ihr Hoheit Königin Amene III. hat sich zur Horas ausrufen lassen und
nicht zur Kaiserin. Ich mag nicht recht glauben, dass die Annahme
dieses alt-ehrwürdigen Titels etwas mit unseren Problemen zu tun haben
könnte.
Ein Thronfolger wird Kaiser und von seinem Vater überlebt...
Wenn in der Neunflüssigen ein Alter Drach bar eines Karfunkels und ein Alter Karfunkel bar eines Drachen weilen.
Siehe dazu auch OF 1.1, auch hier ist die Deutung unklar, allerdings könnte dies ein Hinweis auf Khunchom sein: der Neunflüssige ist höchstwahrscheinlich als Hinweis auf die neun Arme des Mhanadi zu verstehen. Der "Alte Karfunkel" könnte dann das Drachenei sein, das der Khunchomer Magierakademie ihren Namen gibt. Dort soll angeblich der Karfunkelstein des Alten Drachen
Pyrdacor, der wegen seines Hochmuts von Farmerlor im Weltenbrand zerfetzt wurde, aufbewahrt werden. Dieser "Alte Karfunkel" wäre dann in der Tat ohne einen Drachen, doch was soll dann der Drache ohne Karfunkel sein? Und noch dazu ein Alter? Das scheint komplett widersinnig! Ein Drache stirbt doch sicherlich bei der Entnahme seines Karfunkels.
Ich stimme
Herrn von Honingen zu - auf den ersten Blick
erscheint das komplett widersinnig; welcher der Alten
Drachen sollte denn - außer Pydracor - seinen Karfunkel verlieren? Fuldigor der
Beender, Teclador der Vorausschauende, Umbracor der Zerstörer, Aldinor der
Retter und Nosulgor der Spender sind allesamt mächtige Wesenheiten.
Doch hat uns Ihro Hochwürden Pitlian von eben dieser Geschichte
erzählt.
Sagtet Ihr nicht, dass Liscom doch angeblich
Teclador seinen Karfunkel abgeluchst hat? Sollte Euer Freund Morgan tatsächlich dieses Karfunkel tragen, wären zwei Dinge
klar: Ein Drache kann sehr wohl ohne Karfunkel auskommen (oder ist Teclador
tot?)
Morgan ist auch vorausschauend, siehe OF, damit
scheint's, dass ein Karfunkel den Drachen sozusagen als Artefakt dienen könnte (s. Attribut). Sehr interessant, aber nachzuweisen. Zur Beweisaufnahme könnte man in Khunchum nachhaken…Wie genau ist
Teclador eigentlich um seinen Karfunkel gebracht worden?
Vielleicht handelt es sich jedoch auch um Koinzidenzen: Was passiert, wenn ein alter Drache X ohne Karfunkel auf einen enteigneten Karfunkel des Drachen Y trifft? Hach, eine schöne Frage!
Nein, nein! Teclador ist nicht tot. Ihro Hochwürden Pitlian erzählte,
dass einige Freunde von ihr diese Geschichte erlebt hätten.
Offensichtlich war es Liscom von Fasar gelungen Teclador seinen
Karfunkel zu entreißen; er wollte ihn als Fokus für die Beschwörung
des Bethaniers nutzen Dies jedoch konnten die Freunde von Hochwürden
Pitlian in der Festung des Bethaniers in der Gor verhindern: sie
erschlugen Liscom, beendeten das Ritual und gaben den Karfunkel an
Teclador zurück.
3. Spruch: Von den Handlangern des Untergangs
Wenn der Diener jenseits des Todes den Meister außerhalb des Todes ruft.
Siehe dazu auch OF 1.4, auch hier ist die Deutung unklar.
Für uns macht dieser Vers inzwischen
erschreckend viel Sinn! Nach allem, was uns Ihro Hochwürden Inquisitor
da Vanya berichtet hat, war Hamid ben Seyshaban, der IHN in jenem furchtbaren Ritual
beschworen hat, in Wirklichkeit ein Magus namens Liscom von Fasar, der
dies bereits einmal versuchte - damals aber von einigen Helden gestoppt
wurde und dabei umkam, aber zurückkehrte. Er war also ein Untoter, also "jenseits des Todes".
Nicht dabei gewesen, klingt aber in sich schlüssig.
Wenn die Verderberin der Leiber einen Leib dem Verderber der Welten verschafft.
Auch hier ist die Deutung unklar.
Auch dieser Vers ist inzwischen klar. Pardona
hat IHM einen Körper aus reinem Sikaryan, das sie durch die Vampire der
Vampirplage von Weiden sammeln ließ, geschaffen. Warum sie jedoch "Verderberin der Leiber"
genannt wird, ist für mich weiterhin nicht klar. Viel erschreckender
finde ich jedoch die Implikationen, die sich aus der Wendung "Verderber der Welten"
- Plural! - ergeben.
Naja, wir leben schließlich nur in einer der sieben Spähren.
Oh, Pardona wird viel Schlechtes nachgesagt, aber in der Tat, mit dieser Bezeichnung stellt man sie sozusagen als eine Perversion
RAHjas dar. Oder simplere Assoziationen: Sie hat schließlich die Essenzen
der Vampire, ergo ehemaliger Leiber, zu Sikaryan geformt.
Wenn die verlorenen Scharen der Gestaltlosen annehmen die Gestalt der Schar der Verlorenen.
Siehe dazu auch OF 1.1, auch hier ist die Deutung unklar.
Ja, das ist sie.
Geister, Seelenwanderer, die in tote Körper fahren? Je schauriger, desto besser, ich werde gerade warm.. Obwohl, das wäre nicht gut!
Wenn aus kristallenem Herz der geraubte Schlangenfürst spricht.
Auch hier ist die Deutung unklar.
Ja, das ist sie wohl.
Ein Kugelzauber? Eine fokussierte Vision?
Wer ist der geraubte Schlangenfürst? Ein Mann HESindes?
Was, wenn von einem der Echsenherrscher die Rede ist? Waren das nicht
mächtige Magier? Aber inwiefern wurde er geraubt?
Wenn die Bäume auf der See wurzeln, die Festungen über das Land wandeln, und die Belagerungstürme über den Himmel ziehen.
Auch hier ist die Deutung unklar. Natürlich gibt es das Übersetzungsproblem, dass
"Ghulshachim" Geier, böse Geister und auch Belagerungsgerät, Katapulte bedeuten kann. Es hört sich so an, als wäre es eine Warnung: Man ist weder auf See, Land noch in der Luft sicher; überall hat der Feind seine Truppen.
Mit seinem letzten Satz hat Herr von Honingen
sicherlich Recht. Ich würde auch denken, dass hier mit "Ghulshachim" eher böse
Geister gemeint sind.
Aber warum sollten dann Bäume auf der See wachsen? Das klingt eher nach Verlandung. Da fällt mir nichts zu ein.
4. Spruch: Von den sieben Gezeichneten
Wenn der allein Ahnende mit dem almadinen Auge angekommen.
Siehe dazu auch OF 1.5, auch hier ist die Deutung unklar.
Nun wir wissen natürlich, dass sich dieser
Vers auf auf den Rubin bezieht, in den sich Morgens Auge verwandelt hat,
nachdem ER durch Morgen in unsere Sphäre gelangt ist. Morgen war sich
als einziger bewusst darüber, dass wir das Ritual eben nicht gestoppt
hatten, sondern nur verhindert hatten, dass ER auch gleich einen Körper
hatte. Und ER hatte seinen Geist berührt und wusste, wer dort
beschworen worden war. Er war also der "allein Ahnende".
Wenn der Bote des wandelnden Bildes zum Bündnis bittet.
Auch hier ist die Deutung unklar.
Auch hier wissen wir inzwischen,
dass die Tätowierung, die Aaminah von Luzelin gestochen bekommen hat,
ein "wandelndes Bild" ist.
Aaminah ist also die Botin, die Botin SEINER Rückkehr. Unsere Reise
über den Kontinent zum Verkünden der Katastrophe, zum Warnen und zum
Kräfte wider IHN sammeln, könnte man auch als eine Bündnisbildung
bezeichnen.
Ich möchte hier noch anmerken, dass bei den
beiden ersten Versen des 3. und des 4. Spruchs eine zeitliche und
räumliche, vielleicht sogar eine kausale Verbindeung besteht. Ob das
bei den übrigen Versen auch so sein wird?
Wenn das kühne Tier mit dem Krötensinn seinen Kürschmeister gekürt.
Auch hier ist die Deutung unklar.
Ich denke nach wie vor, dass der Reif von
Eschinn von Quell keines der Zeichen ist. Man kann die Beseelung des
Artefakts, die sich ja als Schlange manifestiert, sicherlich kühn
nennen, aber sie hat keinen "Krötensinn"
und ich bin sicherlich nicht ihr "Kürschmeister"
gewesen - ganz im Gegenteil. Auf Arras de Mott hat ihr Handeln mich
beinahe umgebracht; sie ist eher mein "Kürschmeister"!
Mit einem Blick in die Natur: Sollte man sich doch fragen: Was zeichnet denn den Krötensinn aus? Klingt eher, als würde sich ein stolzes Tier jemandem freiwillig unterordnen.
Hmmm - einen Krötensinn hätte ich jetzt spontan mit einer irgendwie gearteten
Affinität zu Magie oder ähnlichem gleichgesetzt - sind Kröten nicht oftmals
Vertraute von Hexen? Ich mag von solchen Dingen nicht viel verstehen, aber das
würde doch zumindest ein wenig zu Thennas Halsreif passen?
Andererseits, wenn man tatsächlich einen Zusammenhang zwischen 3. und 4. Spruch annimmt, dann stellt man doch mit einiger Erleichterung fest,
dass die verlorenen Scharen der Gestaltlosen - zumindest soweit wir wissen - die Gestalt der Schar der Verlorenen noch nicht angenommen haben, das dritte Zeichen sich also noch nicht manifestiert hat. Wenn man denn davon ausgehen will,
dass wir stets erfahren werden, wenn sich ein Zeichen manifestiert.
Wenn fünf firnglänzende Finger den Fluch der Felder gefunden.
Siehe dazu auch OF 1.5, auch hier ist die Deutung unklar.
Ja, das ist sie wohl.
Firn=Frost=kalt, jemand mit kalten (weißen) Fingern? Fluch der Felder= Dürre, Salz, Feuer? Ah,
muss erst jemand den Fluch der Felder BEHEBEN?
Hier hätte ich eher "firnglänzend" als "metallisch" angenommen - von "Firnis", dem Schutzlack, den man oft auf
Prunkrüstungen sieht?
In Verbindung mit OF 1.5 wissen wir, dass es um die linke Hand geht - also vielleicht ein Panzerhandschuh
für die linke Hand, der besondere Kräfte hat?
Wenn nur mehr die stählerne Stirn den schrecklichen Schatten standhält.
Siehe dazu auch OF 1.5, auch hier ist die Deutung unklar.
Ja, das ist sie wohl.
Der „Gezeichnete“ könnte eine Art (magischen?)
Schutzschild gegen Geistesbeeinflussung innehaben.
Man mag mir eine gewisse Fixierung auf Rüstungsteile unterstellen - aber was
wäre, wenn die "stählerne Stirn" ein Helm ist?
Wenn das geflügelte Geschoss dem Grauen der Götter gilt.
Siehe dazu auch OF 1.5, auch hier ist die Deutung unklar.
Ja, das ist sie wohl.
Hier geht es um Ballistik.
Mitnichten! OF 1.6 spricht explizit von einer Lanze - als "gefiedert" ist sie dann wohl zu bezeichnen, weil sie auf irgendeine Art und Weise
geschmückt ist - was im Mittelreich vielleicht ungewöhnlich, aber sowohl im Norden als auch im
Süden Gang und Gäbe ist. Oder aber die "Lanze" ist in
Wirklichkeit eine tulamidische Dschadra - wenn ich mich recht erinnere,
wird die Zier dieses Reiterspeers tatsächlich als "Flügel"
bezeichnet.
Wenn aus sieben Schalen Schärfe schäumt, dagegen kein Schrecknis gewachsen ist.
Auch hier ist die Deutung unklar.
Ja, das ist sie wohl.
Hier fällt mir sofort die magische Schale ein. Doch welcher Dschinn schäumt mit Schärfe? Sieben Schalen, Ritual, sieben
Elemente? Nein, es gibt ja nur sechs, allerdings noch die Magie dazu, es macht keinen
Sinn. Die sieben Schalen könnten aber auch die sieben Sphären sein, doch was bei allen Göttern, sollte dort herausschäumen?
Wenn man davon ausgeht, dass die sieben Schalen sieben Kelche sein
könnten, dann wäre die Schärfe, die aus ihnen schäumt, die Klinge Siebenstreich. Soll dieser Spruch bedeuten,
dass Siebenstreich wieder geschmiedet wird? Aber wie soll das geschehen -
sind die sieben magischen Kelche nicht verschollen?
5. Spruch: Vom Ende des Zeitalters
Dann wird in den Kerker der feurige Blick des Weltenschöpfers fallen.
Siehe dazu auch OF 6.4; LOS "Blick" soll angeblich zu jedem Zeitalterwechsel auf den Raschtul
Kandscharot, einen bestimmten Gipfel im Rashtulswall, fallen, wo der mythologische Lichtvogel in seinem eigenen Licht vergeht und aus dem zuvor gelegtem Allei neu ersteht. Dabei soll er eine direkte Prophezeiung von LOS für das kommende Zeitalter von sich geben.
Wir sollten uns über den Raschtul Kandscharot schlau machen.
Wo ist der Berg genau? Wer lebt dort? Eine solche Prophezeiung - direkt
von LOS - könnte uns wirklich weiterhelfen. - Es sei denn, das ganze
ist ein Märchen.
Ihro Gnaden, die gesamte Geschichte, von der Ihr mich zu überzeugen versucht, klingt märchenhaft. Also warum nicht, ich stimme dem zu, wir sollten mehr über den Lichtvogel in Erfahrung
bringen. Doch in wessen Kerker fällt der Blick?
Dann wird die rote Saat der Gor aufgehen.
Auch hier ist die Deutung unklar; allerdings ist die Wüste Gor tatsächlich rot. Könnten die roten Staubstürme aus der Gor gemeint sein? Doch nach allem, was ich bisher gehört habe, sind es tatsächlich nur Sandstürme – oder sollte dort noch etwas Sinisteres dahinterstecken?
Ich denke, hier hat Herr von Honingen
sicherlich auch Recht. Die Geschichte des Tulamidenlandes ist nicht
gerade mein Steckenpferd, aber ich erinnere mich dunkel an ein
Diamantenes Sultanat und Magiermogule. Sollten in der Gor vielleicht
noch alte Schrecken lauern? Oder sollten dort gar noch Schrecken von IHM
lauern? Rohal ist damals in der letzten Schlacht im Krieg der Magier in
die Gor gezogen, da ER dort seine letzte Festung besaß.
Klingt schlüssig.
Dann wird die Letzte Kreatur geboren und gebären.
Auch hier ist die Deutung unklar; allerdings gibt es in dem Mythen der alten Zeitalter eine "Letzte Kreatur", das Omegatherion, auch die 'Vielleibige Bestie' genannt. Es war eine dämonische Schöpfung des Namenlosen oder des Dämonensultans, die von den Göttern im Namenlosen Zeitalters zerschlagen wurde. Diese "Letzte Kreatur" ist also schon geboren und getötet – den Göttern sei Dank!
Mehr dazu müsste in Beschreibungen über das
Zeitalter des Namenlosen zu finden sein; ich erinnere mich, dass
während des Noviziats aus einem beeindruckenden Folianten darüber
vorgelesen wurde.
Wo kann man den einsehen?
Dann werden Löwin und Einhorn zu Zweien ins Tal der Finsternis gehen.
Auch hier ist die Deutung unklar, könnte sich das vielleicht auf Wappenbilder beziehen? Das "Tal der Finsternis" könnte eine poetische Umschreibung für den Tod sein. Handelt es sich vielleicht um zwei Einheiten/Regimenter/Ritter, die in den Tod ziehen? Vielleicht könnte ein Blick in das heraldische Register in Gareth oder Vinsalt hilfreich sein. Aber natürlich gibt es auch außerhalb dieser beiden Länder Wappen und Feldzeichen...
Ich denke, hier hat Herr von Honingen
sicherlich auch Recht.
Wo kann man den einsehen?
Dann werden die Wasser blutig und die Brunnen sauer, der Regen brennend und das Land schimmelig.
Dies ist ein deutlicher Hinweis auf den Untergang der Welt. Wasser und Land werden schlecht und zu
Feinden derer, die auf und mit ihnen leben.
Ich denke, hier hat Herr von Honingen
sicherlich auch Recht. Ich fürchte allerdings, dass die Beschreibung
durchaus wörtlich zu nehmen sein könnten und nicht allegorisch...
Dann wird die Brut den Boden verschlingen.
Auch hier ist die Deutung unklar; was ist die "Brut"? Und warum sollte sie die Erde essen? Oder ist damit etwa gemeint, dass sogar die Erde selbst angegriffen wird? In den alten Mythen wird erzählt, dass Dere der Körper der Urriesin SUMu ist.
Könnte hiermit nicht gemeint sein, dass die "Brut",
was immer das auch sein mag, in erschreckender Geschwindigkeit Land
erobert?
Dann wird der Rausch der Ewigkeit über die Schöpfung wehen.
Auch hier ist die Deutung unklar; was ist der "Rausch der Ewigkeit"? Die Schöpfung ist unsere Welt, doch weiter gefasst auch alle sieben Sphären. Verbunden mit den
versen davor scheint der "Rausch der Ewigkeit" etwas sehr unangenehmes zu sein...
Ich denke, auch hier hat Herr von Honingen Recht.
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